Museum Sinzig

Victor Hugo kannte auch Sinzig

Jean-Marie Dumaine erzählte beim Museumstag über den berühmten französischen Schriftsteller 

Sinzig. Führungen durch Sonder- und Dauerausstellungen und das beliebte Museumscafé – das bietet das HeimatMuseum Schloss Sinzig in jedem Jahr am Internationalen Museumstag im Mai. Diesmal gab es zusätzlich eine besonderen Höhepunkt: Jean-Marie Dumaine, der Sinziger Restaurantinhaber Inhaber und Kräuterkoch des Vieux Sinzig hielt einen launigen Vortrag zum französischen Schriftsteller Victor Hugo und seinem Werk s „Le Rhin. Lettres à un ami“/ „Der Rhein. Briefe an einen Freund“. Unterstützt wurde er dabei von Frank Krajewski, der schon lange mit Dumaine befreundet ist. 

Der berühmte französische Dichter beschloss 36-jährig zu den Quellen der Romantik nach Deutschland zu reisen. Erst im dritten Anlauf, im Jahre 1840, lernte er den Rhein der Burgen und Sagen kennen: In langen Briefen berichtete er seiner Frau von den Etappen seiner Reise am Mittelrhein. Auch Sinzig erwähnt er dabei kurz. Der aus der Normandie stammende Jean-Marie Dumaine beschrieb die Persönlichkeit des Dichters, seinen Stil und seine Vorgehensweise eindrücklich und voller Begeisterung. Er fühlt sich mit Hugo seelenverwandt, denn das berühmte Zitat des Dichters „Wenn ich kein Franzose wär, so wollte ich ein Deutscher sein“, nahm er zum Schluss des Vortrags auch für sich in Anspruch…   

Das Museumscafé mit seinem bewährten Buffet und die Führungen durch das Museum rundeten den Tag ab. Rudolf Menacher erläuterte die von ihm konzipierte aktuelle Wechselausstellung „Römische Stempelarbeit unter der Lupe“ und Peter Billig führte durch Schloss und Museum.

 

Jean-Marie Dumaine hat seine Freude am Werk von Victor Hugo und brachte dies dem Publikum im Sinziger Museum nahe.

 

Eine wertvolle Ausgabe des Buches von Victor Hugo in deutscher Übersetzung.

 

Über Gäste aus Frankreich freute sich Dumaine– Jean-Luc und Marie-Annick Durand
aus Nantes zusammen mit Gastgeberin Uschi Röcke (zweite von links). 

 

Text und Fotos: Denkmalverein

 

(c) Mai 2018